UNESCO-Mini-Camp der Regionalgruppe im Biosphärenzentrum Schwäbische Alb

Am 7. Mai 2026 trafen sich Schülerinnen und Schüler der UNESCO-Regionalgruppe gemeinsam mit ihren Begleitlehrkräften zu einem UNESCO-Mini-Camp im Biosphärenzentrum Schwäbische Alb in Münsingen-Auingen. Auch vier Schülerinnen und Schüler des Progymnasiums Bad Buchau nahmen an diesem besonderen Aktionstag teil. Außerdem waren Jugendliche der Edith-Stein-Schule Ravensburg und Aulendorf, der Geschwister-Scholl-Schule Tübingen, des Hans-Multscher-Gymnasiums Leutkirch sowie der Marie-Curie-Schule Überlingen vertreten.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens stand der Lebensraum Wacholderheide. Während einer spannenden Exkursion erfuhren die Teilnehmenden viel über die besonderen Zusammenhänge zwischen dem seltenen Blauen Thymian-Ameisenbläuling, dem duftenden Thymian und der traditionellen Schafbeweidung auf der Schwäbischen Alb.

Die Wacholderheiden der Schwäbischen Alb sind vom Menschen geschaffene Kulturlandschaften. Über viele Jahrhunderte hielten Schafherden durch ihre Beweidung die Flächen offen, da sie fast alle Pflanzen fraßen und nur Dorniges oder Bitteres stehen ließen. Gerade diese offenen Flächen bilden die Lebensgrundlage für den Blauen Thymian-Ameisenbläuling und seinen außergewöhnlichen Fortpflanzungszyklus.

Der seltene Schmetterling legt seine Eier ausschließlich auf Thymianpflanzen ab, die sich in der Nähe von Nestern bestimmter Knotenameisen befinden. Die schlüpfenden Raupen verströmen einen Duftstoff, der die Ameisen täuscht: Sie tragen die Raupen in ihr Nest und behandeln sie dort wie ihren eigenen Nachwuchs. Im Ameisenbau ernähren sich die Raupen von den Ameisenlarven, bevor sie später als Schmetterlinge das Nest wieder verlassen.

Neben der informativen Exkursion konnten die Schülerinnen und Schüler auch selbst kreativ werden. In einem Workshop zum Filzen von Schafwolle entstanden mit viel Geduld, Ausdauer und Kraft verschiedene kleine Filzteppiche.

Nach einem ereignisreichen und lehrreichen Tag machten sich die Teilnehmenden gegen 15.45 Uhr wieder auf den Heimweg.

Ein herzlicher Dank gilt Herrn Jochen Rominger und seinem Team des Biosphärenzentrums Schwäbische Alb für die interessante Gestaltung und Durchführung des UNESCO-Mini-Camps.

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